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Die Koloskopie ist ein Diagnostik- und Behandlungsverfahren gleichermaßen. Um den gesamten Dickdarm (Kolon) sehen und beurteilen zu können, wurden biegsame Schläuche mit Licht-, Optik- und Arbeitskanälen entwickelt. Die Spitze dieser biegsamen Schläuche lässt sich in alle Richtungen abwinkeln, so dass fast alle Bereiche des Dickdarms eingesehen werden können. Mit dem langen Koloskop kann man sogar einige Zentimeter in den Dünndarm eindringen und diesen beurteilen. Voraussetzung für eine komplette Untersuchung ist die gute Reinigung des Darmes vor der Untersuchung.
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Die Untersuchung wird in vielen Praxen (besonders gastroenterologische Praxen) und Kliniken durchgeführt. Die teilweise
nicht angenehme Untersuchung wird meist unter der Gabe von beruhigenden und schmerzverhütenden Medikamenten vorgenommen. Bei der Untersuchung liegt der Patient in Rücken- oder Seitenlage. Bei einigen
Fragestellungen reicht die Sicht auf ein kurzes Teilstück des Dickdarmes aus (Sigmoidoskopie). Die hier verwendeten Geräte sind kürzer.
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Die Koloskopie ist ein sicheres Verfahren. In einer schwedischen Studie traten keine Todesfälle und 0,1 % schwerere
Verletzungen des Darms bei der Untersuchung auf. Diese Verletzungen, werden in den meisten Fällen chirurgisch versorgt. Leider werden bei den Koloskopien bis zu 5 % der Karzinome übersehen,
beziehungsweise entstehen in der Zeit bis zur nächsten kurzfristigen Koloskopie neu. Im Zweifel sollte man die Koloskopie also wiederholen.
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Mittels der Koloskopie kann nicht nur die Schleimhautoberfläche des gesamten Darmes angesehen werden, sondern es können
auch Proben, vor allem bei Entzündungen (z.B. Mb. Crohn und Colitis ulcerosa) und Karzinomen, entnommen werden. Bei Beachtung der Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung ist die Sicherheit über eine
Diagnose groß. Eine Koloskopie , bei der keine Auffälligkeiten entdeckt wurden, muss erst nach 10 Jahren wiederholt werden, das konnte kürzlich eine kanadische Studie zeigen. Allerdings muss
sichergestellt sein, dass der gesamte Dickdarm auch gesehen wurde.
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Wenn Polypen im Darm entdeckt werden, können diese bis zu einer gewissen Größe direkt entfernt werden und sind damit
ausreichend behandelt. So kann unter Umständen eine Operation vermieden werden.
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Neu ist die Doppelballonenteroskopie, bei der der gesamte Darm angesehen werden kann. Bisher war die Untersuchung des
Dünndarms nur intraoperativ oder durch eine kleine Kamera, die man verschlucken musste, möglich. Bei der Doppelballonenteroskopie kann sich das Endoskop an der Spitze ausdehnen und zusammenziehen, dabei
stützt es sich an der Darmwand mit zwei Ballons ab. So gelingt es, mit dem Endoskop schrittweise immer weiter den gesamten Darm “entlangzuwandern”. Natürlich können Proben von eventuell erkrankten
Darmabschnitten entnommen werden und man kann kleinere Läsionen wie bei einer Koloskopie abtragen oder anderweitig behandeln.
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Inhalt in Broschüre
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kolo-proktologie.de - Gutartige Darmerkrankungen
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kolo-proktologie.de - Polypen und Darmkrebs
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kolo-proktologie.de - Krankheiten des Analbereichs
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