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Beim Morbus Hirschsprung handelt es sich um das Fehlen von parasympathischen Nervenzellen in der Darmwand. Durch die
fehlenden Nervenimpulse kommt es zu einem Überschuss der Aktivierung der Muskulatur und die Darmwand kann sich in dem betroffenen Abschnitt nicht aufweiten, es entsteht eine Engstelle (Stenose).
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Der vor der Engstelle liegende Darmanteil wird durch die Passagebehinderung sehr weit und es kommt später auch hier zu
einer Transportstörung des Stuhlganges (sogenannter Mega-Dickdarm).
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Die Krankheit ist angeboren und wird heute schon beim Neugeborenen bemerkt. Bei 4000 Geburten kommt es zu einer
Erkrankung, Jungen überwiegen. Bei etwa 25 % der mitteleuropäischen Bevölkerung besteht eine spezielle Genvariante, die die Erkrankung bei Jungen bis 6fach und bei Mädchen bis 2fach häufiger ausbrechen
läßt, als in der Gesamtbevölkerung.
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Die Therapie besteht in der Entlastung des Darmes, so dass ein Riesen-Dickdarm nicht auftreten sollte. Diese Entlastung
wird meist durch einen künstlichen Darmausgang vorgenommen. Nachdem das Ausmaß der Erkrankung klar ist, wird der erkrankte Darmanteil entfernt (ab dem 2. Lebensmonat). Nachdem die Passage wieder hergestellt wurde, kann der künstliche Darmausgang wieder verschlossen werden.
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Ein normales Leben ist nach einer erfolgreichen Operation möglich.
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In einigen Fällen kann es zu einem sich später entwickelnden Bild eines Megakolon kommen. Patienten mit zu hohem Druck des
Schließmuskels oder auch anderweitigen Engstellen das Darms können, falls die Störung länger besteht, eine Erweiterung des Dickdarm im Sinne eines Megakolons bekommen. Bei diesen Patienten muss die
Störung identifiziert und beseitigt werden. Danach hat der Darm die Chance, sich wieder zu normalisieren. Sollte das nicht gelingen, kann ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.
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Inhalt in Broschüre
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kolo-proktologie.de - Gutartige Darmerkrankungen
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