Diese Erkrankung ist eine Entzündung des Darms. Am häufigsten entzündet sich hier das Ende des Dünndarms und der Übergang zum Dickdarm. Allerdings kann der Befall im gesamten Bereich des Magen-Darm-Traktes
lokalisiert sein. Zusätzlich liegt in bis zu 40 % ein extraintestinaler Befall vor, hier treten Entzündungen der Gallenwege, der Wirbelsäule, der Haut, des Auges und der Gelenke auf. Die Ursache der Erkrankung
ist eine nocht nicht näher bekannte Störung im Immunsystem. An der Entschlüsselung dieser Störung wird derzeit an mehreren Zentren gearbeitet. Scheinbar liegt auch eine genetische Disposition der Erkrankten vor, da die
Krankheit familiär gehäuft auftritt. Aus dem jeweiligen Ort der Entzündung ergeben sich die Symptome, die bei Befall des Dickdarms als Durchfälle und Blutungen aus dem Darm beginnen. Weiterhin entstehen
Schmerzen und Fieberschübe. Schmerzen im Bewegungssystem treten bei extraintestinalem Befall ebenfalls auf. Bei bis zu 20 % treten als erste Symptome Läsionen am After auf.
Bei längerer Dauer des Befalls treten häufig Komplikationen auf, wie z.B. Verbindungen zwischen befallenen Darmabschnitten und auch zur Haut, sogenannte Fisteln. Aus diesen Fisteln können Abszesse im Körperinneren
entstehen, die einer chirurgischen Behandlung bedürfen. Häufig finden sich diese Fisteln im Analbereich.
Zusätzlich entstehen in den entzündeten Darmabschnitten möglicherweise Engstellen, die zu einem Darmverschluss führen können. Auf Grund der durch die Entzündung bedingten mangelhaften Verdauung und Aufnahme der
Nährstoffe kommt es häufig zu einer Unterernährung vor allem mit Vitaminen und Spurenelementen und den daraus resultierenden Folgen, wie z.B. Blutarmut und Osteoporose (Knochenerweichung). Als Spätschaden kommt es bei
Crohn-Patienten bis zu dreimal häufiger zu bösartigen Erkrankungen des Darms. |