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Die Gelenkseite

aktualisiert
18.03.2001

Morbus Crohn

Diese Erkrankung ist eine Entzündung des Darms. Am häufigsten entzündet sich hier das Ende des Dünndarms und der Übergang zum Dickdarm. Allerdings kann der Befall im gesamten Bereich des Magen-Darm-Traktes lokalisiert sein. Zusätzlich liegt in bis zu 40 % ein extraintestinaler Befall vor, hier treten Entzündungen der Gallenwege, der Wirbelsäule, der Haut, des Auges und der Gelenke auf.

Die Ursache der Erkrankung ist eine nocht nicht näher bekannte Störung im Immunsystem. An der Entschlüsselung dieser Störung wird derzeit an mehreren Zentren gearbeitet. Scheinbar liegt auch eine genetische Disposition der Erkrankten vor, da die Krankheit familiär gehäuft auftritt.

Aus dem jeweiligen Ort der Entzündung ergeben sich die Symptome, die bei Befall des Dickdarms als Durchfälle und Blutungen aus dem Darm beginnen. Weiterhin entstehen Schmerzen und Fieberschübe. Schmerzen im Bewegungssystem treten bei extraintestinalem Befall ebenfalls auf. Bei bis zu 20 % treten als erste Symptome Läsionen am After auf.

Bei längerer Dauer des Befalls treten häufig Komplikationen auf, wie z.B. Verbindungen zwischen befallenen Darmabschnitten und auch zur Haut, sogenannte Fisteln. Aus diesen Fisteln können Abszesse im Körperinneren entstehen, die einer chirurgischen Behandlung bedürfen. Häufig finden sich diese Fisteln im Analbereich. Zusätzlich entstehen in den entzündeten Darmabschnitten möglicherweise Engstellen, die zu einem Darmverschluss führen können. Auf Grund der durch die Entzündung bedingten mangelhaften Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe kommt es häufig zu einer Unterernährung vor allem mit Vitaminen und Spurenelementen und den daraus resultierenden Folgen, wie z.B. Blutarmut und Osteoporose (Knochenerweichung). Als Spätschaden kommt es bei Crohn-Patienten bis zu dreimal häufiger zu bösartigen Erkrankungen des Darms.

Aus der Vielzahl der Symptome und der Komplikationen ergibt sich ,daß die Krankheit einer spezialisierten Behandlung bedarf. In den größeren Städten sind Ärzte mit einer Spezialsprechstunde für Morbus Crohn-Patienten anzutreffen. Patienten mit einer bekannten Crohn-Erkrankung sollten diese Ärzte unbedingt aufsuchen um die Aktivität der Krankheit überwachen und die medikamentöse Therapie optimal einstellen zu lassen. Bei der medikamentösen Behandlung kann die Einnahme von Steroiden oder Immunsuppressiva notwendig sein.

Treten Komplikationen ein, sollten spezialisierte Kliniken aufgesucht werden, die die Komplikationen in Zusammenarbeit mit dem Crohn-Zentrum therapieren können.

Bei Eintritt eines Notfalles (hohes Fieber, Darmverschluss) sollte jedoch umgehend ein Arzt konsultiert werden, der vorerst eine Entlastung schaffen und dann an die richtige Stelle weiterleiten wird..

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